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Von Marc Lewandowski |
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Wir verlassen nun den Bhf Veltheim (Ohe) um der Trasse weiter Richtung Lucklum zu folgen. Spektakuläres ist auch hier nach über 30 Jahren nicht mehr zu finden. Die ehemalige Trasse wird nun landwirtschaftlich genutzt. Aber gerade aus diesem Bereich sind dank eines Eisenbahnbegeisterten Zeitgenossen sehr schöne Aufnahmen erhalten geblieben, die ich hier erstmals veröffentlichen darf. Viel Spass damit. |
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Ein aus Richtung Braunschweig kommender Güterzug zwischen Veltheim (Ohe) und Lucklum kurz vor dem Bhf Lucklum. Im Vordergrund sehen Sie das Anschlußgleis welches von Lucklum über Groß Veltheim zum Elmkalkwerk Hemkenrode führte. Rechts ist die selbe Stelle fast 40 Jahre später. Die Baumreihe in der Bildmitte markiert die von Braunschweig kommende Trasse. |
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Kaum eine andere Ortschaft ist so eng mit der Braunschweig Schöninger Eisenbahn verbunden wie der Ort Lucklum. Am 27.08.1900 gründeten das Herzogtum Braunschweig, die Westdeutsche Eisenbahngesellschaft, die Firma Lenz & Co. GmbH, die Zuckerfabrik Rautheim und der Lucklumer Rittergutsbesitzer H. Frerichs die BSE. Das einst zum Deutschen Ritterorden gehörende Gut wurde 1809 aufgelöst und ist nacheinander an die Familien Wahnschaffe, Frerichs und von Henninges übergegangen. Auch der Gutsbesitzer J.-H. von Henninges macht im Zusammenhang mit der BSE von sich reden. Von Henninges heute Bürgermeister von Erkerode charterte für seine Hochzeit einen Sonderzug des VBV e.V. der mit Dampf die BSE befuhr und im Bahnhof Lucklum halt machte. Dazu vielleicht später mehr. Wie schon erwähnt gehörte Lucklum einst zum Deutschen Ritterorden. Spuren dieser Vergangenheit und auch Gebäude dieser einstigen Ordensburg sind noch heute vorhanden und können besichtigt werden. Nicht nur Einheimische erinnern sich sicherlich noch an das “Schlucklum in Lucklum”! Der Wirt dieses legendären Tanzschuppens hat nun wieder in Lucklum eine Gastronomie mit überregionaler Bedeutung eröffnet in dem Ausstellungen und Live-Konzerte veranstaltet werden. |
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Herzlichen Dank an Gottfried Spicher für die Zurverfügungstellung des Gleisplanes der die Gleisanlagen im Jahr 1945 zeigt. Homepage von Gottfried Spicher |
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Hier sehen Sie einen in Richtung Braunschweig fahrender Güterzug beim verlassen des Bahnhofes Lucklum. Rechts neben dem Zug ist das nach Hemkenrode führende Anschlußgleis zum Elmkalkwerk zu erkennen. |
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nach dem zweiten Weltkrieg wurde das Werk von dem Kalkfachmann J. Schnuch wiederaufgebaut. Hier sind die Industrie- und Handelskammer in Braunschweig und die Martin-Luther-Kirche in Hildesheim zu erwähnen. Ihre Steine wurden schon kurz nach Kriegsende mit der BSE transportiert. 1954 wurde neben dem Kalkwerk eine Zementfabrik errichtet, in denen der wohl einigen bekannte Portland-Zement hergestellt wurde. Neben der Marke “Elmkreuz” ein Kalkhydraht gab es noch den Port-Zement Marke “Elmkreis” aus dem Werk Hemkenrode. Viele Häuser der Region dürften wohl mit diesen Baustoffen errichtet worden sein, den das Werk belieferte ganz Niedersachsen. Vielleicht ist auch Ihr Haus mit Zemet gebaut, der schon auf der Braunschweig Schöninger Eisenbahn unterwegs war. |
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Lok V 122 im September 1965. Im Hintergrund ist die Ortschaft Veltheim (Ohe) zu erkennen der mit Kalk beladene Zug kommt aus dem Werk Hemkenrode und fährt Richtung Lucklum. Diese Senke ist auf einer Länge von etwa 500 m gegraben worden, damit die Trasse nicht den Hügel zwischen Veltheim und Lucklum überqueren musste. Nach Ende der BSE wurde dieses künstliche Tal als wilde Bauschuttdeponie genutzt und völlig zugeschüttet. Heute ist davon nichts mehr wiederzufinden, wie Sie auf dem rechten Bild, daß etwa an gleicher Stelle entstanden ist, sehen können. Nur die Straße und die Hochspannungsleitung geben noch einen Anhaltspunkt. |
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Wie schon erwähnt, hat sich hier der Straßenverlauf geändert. Im Hintergrund ist das Kalkwerk zu erkennen. Die Kreisstraße führte damals direkt darauf zu. Die K 637 führt jetzt begradigt etwas weiter am ehemaligen Elmkalkwerk vorbei. Der flache Schuppen am Ende der Straße auf Bild 1 steht noch heute, er ist nur aus dieser Position nicht mehr zu sehen. Der Gittermast für die Stromleitung steht noch an der selben Stelle wie damals. Er wurde nur zum Endmast umgebaut, da hier die Leitung nicht mehr oberirdisch weiterführt. Das Foto rechts ist aus einem etwas andern Winkel photographiert aber an gleicher Stelle entstanden. So ist besser die Änderung im Straßenverlauf sichtbar. |
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Auf dem Gelände des ehemaligen Kalkwerkes erinnert nichts mehr an die Bahn und an das Kalkwerk. Nur der Name der Busshaltestelle deutet auf das hin, was hier einst war. Auf dem linken Bild sehen Sie eine ehemalige Wage. Sie ist der einzige Überrest von der BSE auf dem gesamten Areal. |
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